Achtung Anleger: 19% Mwst. auf Silbermünzen ab 2013 oder auch nicht.

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Nach neusten Informationen ist die Erhöhung auf 2014 verschoben. Man hat nun also noch ein Jahr Zeit, sich mit vergünstigten Münzen einzudecken. Die Steuererhöhung wird auf alle Fälle kommen. Eventuell ist die Ankündigung der Verschiebung auch eine bewusste Falschmeldung, um Anleger in Sicherheit zu wiegen. Spätestens am 1. Januar werden wir es wissen.

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Aktuell gilt auf Silbermünzen eine ermäßigte Mehrwertsteuer von 7%. Für Silberbarren fallen allerdings 19% Mehrwertsteuer an. Im Gegensatz dazu ist Gold generell mehrwertsteuerfrei. Ab dem 01. Januar 2013 könnte die Mehrwertsteuer auf Silbermünzen  jedoch von 7% auf 19% erhöht werden.

Hintergrund ist eine angebliche “EU-Harmonisierung”. Aktuell arbeitet eine Arbeitsgruppe des BMF (Bundesministerium der Finanzen) rund um den Staatssekretär Hartmut Koschyk an einer entsprechenden Änderung. Eine Erhöhung auf 19% würde nicht nur deutsche Sammler, Investoren und Händler benachteiligen, sondern höchstwahrscheinlich auch den Staat. Viele Käufer würden keine Silbermünzen mehr erwerben oder einfach auf das Ausland bzw. auf den Schwarzmark ausweichen.

Dazu ein Artikel aus der WELT:

Die Regierung bereitet eine Steuer-Attacke auf Sachwerte vor. Münzen aus Silber sollen künftig einer 19-Prozent-Steuer unterliegen – statt wie bisher sieben Prozent, wie die „Welt“ aus Regierungskreisen erfuhr. Gleiches gilt für Kunst und Antiquitäten.

Grundlage für den Wegfall der verringerten Besteuerung könnte bereits das Jahressteuergesetz 2013 sein, das am Mittwoch im Finanzausschuss beraten wurde. Damit würde die Neuregelung ab Januar greifen. Das Bundesfinanzministerium wollte auf Anfrage nicht bestätigen, dass die Änderungen 2013 in Kraft treten werden. Dass die Steuerprivilegien wegfallen werden, stehe jedoch fest: „Der ermäßigte Steuersatz soll grundsätzlich abgeschafft werden“, heißt es in einer Stellungnahme des Finanzministeriums gegenüber der „Welt“.

Privilegierung deutscher Anleger fällt weg

Hintergrund für die Steuererhöhung ist die Harmonisierung des Rechts in Europa – in diesem Fall greift die Mehrwertsteuersystemrichtlinie. Die EU-Kommission hatte bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegenüber Deutschland und die hier herrschende Sonderregelung eingeleitet. Diesem Druck, so erklärt es das Ministerium, müsse man sich beugen.

Die steuerliche Privilegierung ist eine Ausnahme im europäischen Vergleich. Sie gilt auch aus diesem Grunde vielen Steuerexperten als Fremdkörper. Doch nicht nur der Vergleich mit dem Ausland gibt Kritikern ein Argument an die Hand. Auch die deutsche Grundsatz- und Ausnahmeregel zur Mehrwertsteuer auf Edelmetalle an sich ist nicht leicht zu durchdringen.

Goldmünzen und Barren sind von der Steuer befreit

Die Behandlung von Edelmetallen bei der Mehrwertsteuer ist so unterschiedlich wie vorstellbar: Goldmünzen und Goldbarren etwa sind von der Mehrwertsteuer vollständig befreit – sofern sie die Voraussetzungen, beispielsweise zu Feingehalt und Gewicht, für „Anlagegold“ erfüllen.

Fallen Goldmünzen nicht unter diese Kategorie, ist beim Erwerb die Mehrwertsteuer zu zahlen, ebenso wie für Silbermünzen. Anders sieht es hingegen bei Silberbarren aus. Wer sein weißes Edelmetall lieber am Stück als in Münzen gepresst kauft, muss auch bisher bereits den vollen Steuersatz von 19 Prozent zahlen.

Platin wird mit 19 Prozent besteuert

Ganz ohne Sonderstellung sind Palladium und Platin. Wer Münzen oder Barren aus diesen Metallen kauft, muss heute schon 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen. Für Sammlermünzen gibt es wiederum eine Ausnahme.

Sachwerte wie Silber oder Kunst erfreuen sich in den vergangenen Jahren bei Anlegern wachsender Beliebtheit. Die Billiggeldpolitik der Notenbanken hat dazu geführt, dass das Vertrauen in Papierwerte wie Anleihen bei weiten Kreisen der Bevölkerung schwindet. Die Steuer-Erhöhung trifft daher im nächsten Jahr besonders Anleger, die klassischen Investment-Produkten skeptisch gegenüber stehen.

Quelle: welt.de

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1 Kommentar auf "Achtung Anleger: 19% Mwst. auf Silbermünzen ab 2013 oder auch nicht."

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Björn P.
Gast

Nochmal verschoben, dennoch clever in diesem Jahr noch Silbermünzen zu kaufen!

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