Flucht in Gold und in den Franken.

Dieser Tage kann man wieder viel positives über Gold und Silber in der Presse lesen. Klar, die Schulden werden langsam auch dem letzten deutlich vor Augen geführt und jeder der es begriffen hat versucht sein Geld in Sicherheit zu bringen. Das Gold dabei fast täglich neue Hochs erreicht ist eine feine Sache für die Leute, die bereits Gold besitzen. Silber, der kleine Bruder von Gold ist ebenso eifrig dabei und steht nun auf einem 30 Jahreshoch. Doch was ist mit Menschen denen Gold und Silber bereits zu teuer erscheint? Wohin mit dem Ersparten?

Viele sehen eine Möglichkeit darin den Euro in Schweizer Franken zu tauschen. Die Schweiz, als kleines Gallien Europas. Unabhängig und neutral, trotzt es jeglichem Angriff von außen. Selbst die Finanzkrise meisterten die Schweizer ohne herbe Verluste einstecken zu müssen. Nicht zuletzt durch diese Stabilität ist der Schweizer Franken auch bei vielen Zentralbanken der Welt gefragte Sicherungswährung. Denn genau wie Gold, gilt der Franken als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Während Dollar und Euro im Schuldensumpf nach unten trudelten, hat der Franken dieses Jahr 15 % gegenüber dem Euro gut machen können. Die Schweizer wurden von ihren Politikern mit Sparpaketen verschont, die man andernorts  Banken in den Rachen geschmissen hat. Geringe Schulden und kaum Haushaltsdefizit tragen weiter zum stabilen Bild des Franken bei.

Doch Vorsicht, auch der Franken ist keine Einbahnstraße und wird sich ewig nach oben bewegen. Denn richtig glücklich ist die Schweiz über die Flucht in den Franken nicht. Die Wirtschaft lebt noch stärker als die Deutschlands vom Export. Eine starke Währung verteuert die Waren im Ausland. Zudem sorgt sich die Notenbank vor einer Rückkehr der Deflation. Im vergangenen Jahr lag die Teuerungsrate bei -0,5 Prozent. Der starke Franken sorgt dafür, dass Importe günstiger werden, weswegen die Preise wieder fallen könnten. Die Notenbank kündigte bereits an, dass sie die „notwendigen Maßnahmen“ ergreifen werde, um Preisstabilität zu gewährleisten. Möglicherweise greift die Bank mit Verkäufen am Devisenmarkt ein, um den Franken zu schwächen.

Dennoch kann man die Schweizer nur beglückwünschen damals nicht dem Euro beigetreten zu sein.
In diesem Sinne: Hopp Schwiiz!!

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Gast

Ich sehe den Schweizer Franken nicht mehr so positiv. Seit die Schweiz dem IWF beigetreten ist, hat auch diese Währung die Golddeckung verloren. Dadurch ist der SFR auch nur noch Fiat-Geld. Edelmetalle sind nur ein sicherere Hafen, weil sie nicht so beliebig vermehrt werden können wie das Papiergeld. Wer das mit der Geldvermehrung nicht nachvollziehen kann, den frage ich woher plötzlich die vielen Milliarden € für die Pleitebanken und PIGS-Staaten kommen. Diese werden uns nicht von den reichen Ölländern geschenkt, sondern sie werden einfach erzeugt. Um es sinngemäß mit Andreas Clauss zu sagen: Wir in Europa machen uns Sorgen um… Weiterlesen »